Aktuelles

Aktuelle Themen und Berichte aus der Arbeit und den Veranstaltungen unserer Gesellschaft.
Daniela Nerlich

Tomasz Ritter, Zarte Hammertöne – Beitrag von DLF

Tomasz Ritter beim 5. Raderbergkonzert 2020/2021 in Köln

Werke von Joseph Haydn, Franciszek Lessel, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Frédéric Chopin

Seinen Klavier- und Kammermusikwerken sei künstlerischer Wert nicht abzusprechen, heißt es etwas gönnerhaft in einer älteren deutschen Musikenzyklopädie. Heute blickt man mit größerem Respekt auf Franciszek Lessel, seit klar geworden ist, dass er zu den wichtigsten Wegbereitern Frédéric Chopins gehört. Studiert hat er in Wien bei Joseph Haydn, dessen Schüler auch Ludwig van Beethoven war, und wie dieser widmete Lessel dem Lehrer als Gesellenstücke seine Klaviersonaten, op. 2. Eine Brücke zwischen Wien und Warschau schlägt der junge polnische Pianist Tomasz Ritter, der 2018 den erstmals auch für historische Instrumente ausgeschriebenen Chopin-Wettbewerb gewann. Komplettiert wird das Stelldichein am Hammerflügel durch Franz Schubert, an dessen Vorbild – so sah es kein Geringerer als Robert Schumann – sich Chopins „Herz in Zartheit” bildete.

Hören Sie hier Tomasz Ritter an einem Nachbau eines Graf-Flügels.

Nora Ebneth

Chopin's Piano, Interveiw mit Hubert Rutkowski – Beitrag von DLF

Insgesamt 20 Flügel stellte die Firma Pleyel dem Komponisten und Pianisten Frederic Chopin zu Lebzeiten zur Verfügung. Jetzt ist eines dieser Instrumente wieder aufgetaucht. Die Chopin-Gesellschaft Hamburg & Sachsenwald durfte den besonderen Flügel aus Privatbesitz ausleihen und ein Konzert darauf realisieren.

Das Konzert auf Chopins wiederentdeckten Pleyel-Flügel Nr. 13214 mit Tomasz Ritter und Hubert Rutkowski war ein riesiger Erfolg! Danke, dass Sie dabei waren.

Hubert Rutkowski gab im Radiosender Deutschlandfunk ein Interview in einem Beitrag, der von diesem Flügel handelt.

Beitrag DLF

Nora Ebneth

Danksagung

Liebe Mitglieder der Chopin-Gesellschaft Hamburg & Sachsenwald e.V.,

vielen Dank an Sie! Vielen Dank, dass Sie mir Ihr Vertrauen entgegenbringen und mich zur Vizepräsidentin der Chopin-Gesellschaft gewählt haben. Das erfreut mich sehr, denn Sie bestärken mich, mein Engagement für Sie und die Gesellschaft nicht nur weiterzuführen, sondern noch zu vertiefen.

Glücklicherweise bleibt Dr. Daniela Nerlich im Vorstand! Wir dürfen weiter Seite an Seite mit ihr arbeiten.

Anstelle einer digitalen Nachricht, würde ich Ihnen lieber in einem Konzert begegnen und Sie persönlich kennenlernen bzw. wiedersehen. Ich freue mich sehr auf Sie und die Arbeit mit dem Chopin-Team (hoffentlich ganz bald über die Grenzen des Digitalen hinaus). Bleiben Sie gesund.

Musikalische Grüße
Nora Ebneth

Nora Ebneth

3. Chopin Festival Hamburg – findet 2021 statt

Bis vor Kurzem haben wir noch unsere Neuausrichtung des Chopin Festivals und dessen Programm beschlossen, Marketingaktivitäten geplant und auf den Start des Ticketverkaufs hingefiebert. Statt nun in die ‚heiße Phase‘ der Planung zu gehen, müssen wir schweren Herzens verkünden, dass das Chopin Festival nicht im Jahre 2020 stattfinden wird.

Die Chopin-Gesellschaft Hamburg & Sachsenwald e.V. und viele andere Institutionen, die das kulturelle Leben der Region Hamburg und Umgebung mitprägen, stellt die Situation vor viele, auch finanzielle Herausforderungen. Wir schätzen uns sehr glücklich, dass wir uns mit unserem Hauptsponsor ORLEN Deutschland bereits über Alternativen für 2020 und das 3. Chopin Festival im Frühjahr 2021 unterhalten. Wir danken außerdem KAWAI und der Hans Brökel Stiftung für Wissenschaft und Kultur.

Am 29. Mai werden wir aus der Shigeru-Lounge im KAWAI Pianohaus Hamburg mit Unterstützung von ORLEN Deutschland und deren star Tankstellen ein erstes digitales Konzert übertragen.

Wir halten Sie auf
www.chopin-festival.de und www.chopin-hamburg.de
auf dem Laufenden und senden herzliche Grüße

Ihre Chopin-Gesellschaft Hamburg & Sachsenwald e.V.

Daniela Nerlich

Zum Osterfest 2020

Liebe Mitglieder und Freunde der Chopin-Gesellschaft Hamburg & Sachsenwald,

wir alle haben für die nahe Zukunft Pläne gemacht und eigentlich wollten wir mit unseren Familien und Freunden zusammen das Osterfest feiern. Ostern findet nun im kleinen Familienkreis statt und Großpapa und Großmama müssen auf das Aufjuchzen der Enkel und Kinder verzichten, wenn diese das Versteck eines Schokoladenhasen oder eines bunten Ostereis gefunden haben.

Niemand auf der Welt rechnete mit dem Unerwarteten. Aber manchmal beschließt unser Leben einen Weg, den wir nie gehen wollten. Und dennoch erschließt er sich als der beste, den wir jemals eingeschlagen haben.

Ist es frivol, in Zeiten der Corona-Krise so etwas zu sagen? Ja, es ist frivol, da das Virus tückisch ist, es gibt sich erst spät zu erkennen, es kostet viele Menschen ihr Leben und es führt uns an unsere persönlichen, häuslichen, medizinischen, wirtschaftlichen und politischen Grenzen.

Und dennoch liegt in der weltweiten Krise eine Chance verborgen, nämlich die Möglichkeit, unsere Welt und unsere Gesellschaft neu zu denken. Wenn in der Mehrheit der Weltbevölkerung dieses Bewusstsein Raum griffe, ohne dass wir jemals wieder vergessen, wie zerbrechlich unsere menschliche Existenz ist, könnten, nein müssten wir neue Wege einschlagen.

Noch leben wir aber im Ausnahmezustand der Isolierung voneinander. Unsere Telefone sind besetzt, die Post- und Paketboten können ihre Lieferungen kaum schaffen, WhatsApp, Skype und andere digitale Instrumente haben Hochkonjunktur. Es scheint, dass wir mehr Kontakt miteinander haben, als vor der Kontaktsperre. Und dennoch liegt über uns eine Stille und Ruhe, die es so noch nie gab. Auch nicht im Urlaub.

Auch das zu sagen, mag frivol klingen, aber wie so oft im Leben liegt in jedem Bösen auch etwas Gutes. So wünscht Ihnen der Vorstand Ihrer Chopin-Gesellschaft trotz aller Widrigkeiten ein schönes Osterfest bei schönem Frühlingswetter. Machen Sie es sich schön zu Hause und bleiben Sie gesund.

Wir freuen uns sehr auf das Wiedersehen mit Ihnen allen.
Ihre Daniela Nerlich